Aus bekannten Gründen ist es zurzeit leider nicht möglich, in St. Benno Bad Lauterberg das ökumenische Abendgebet zu feiern. Dennoch wollen wir zwar getrennt, doch auch gemeinsam beten. Jede/r wann er/sie kann und vielleicht passt es einigen ja auch freitags um 19h. Bleibt behütet und gesund.

Daniela Hubrich


28. Juni 2020

 

Das Justizministerium und der Landesverband der Muslime in Niedersachsen (Schura) haben mit der Ausbildung von muslimischen Gefängnisseelsorgern in Niedersachsen begonnen.  Sie sollen Ansprechpartner und seelische Stütze bei der Resozialisierung der Inhaftierten sein. Themen der Ausbildung sind unter anderem Gesprächsführung, die religiös motivierte Aufarbeitung des eigenen Vergehens und Spiritualität als Quelle für eine positive Neuausrichtung der Lebensführung.

 

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Papst Franziskus hat mit dem Ende der Pandemie-Einschränkungen zu sorgsamem Umweltschutz aufgerufen. Der Lockdown habe "Umweltverschmutzung verringert und die Schönheit vieler verkehrs- und lärmfreier Orte wiederentdecken lassen", sagte er am 21.6.2020 beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Mit der Wiederaufnahme wirtschaftlicher Aktivitäten sollten die Menschen "mehr Verantwortung für die Sorge um das gemeinsame Haus übernehmen". Dabei lobte das Kirchenoberhaupt die zahlreichen Initiativen, die es weltweit für die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt gebe. Sie sollten das Bewusstsein aller Bürger für "dieses wesentliche Gemeinwohl" fördern.  …..  Christen sollen sich nach Aussage von Papst Franziskus nicht von Furcht lähmen lassen. Diese "ist einer der schlimmsten Feinde unseres christlichen Lebens", warnte das Kirchenoberhaupt am Sonntag beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz. Jesus habe seine Jünger immer wieder gemahnt: "Fürchtet euch nicht".     – nachzulesen hier https://www.domradio.de/themen/sch%C3%B6pfung/2020-06-21/papst-franziskus-beim-angelusgebet-rom

 

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Kirchenpräsident Heimbucher sprach von einem schauerlichen Missbrauch der Bibel, da Präs. Trump gegen den Willen der lokalen Kirche und ungefragt die St. John’s Episcopal Church als Hintergrund für seine scheinheilige Show verwendet hat, und das, nachdem er den Platz mit Gummigeschossen und Tränengas hatte räumen lassen. Die Bischöfin der Kirche, Mariann Edgar Budde, hatte erklärt, dass der Präsident den heiligsten Text der jüdisch-christlichen Tradition für eine Botschaft verwendet habe, die den Lehren Jesu und allem widerspricht, wofür unsere Kirchen stehen.

 

 

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Lesung:    Johannes 3,1-31   (Einheitsübersetzung)

 

Es war da einer von den Pharisäern namens Nikodemus, ein führender Mann unter den Juden. Der suchte Jesus bei Nacht auf und sagte zu ihm: Rabbi, wir wissen, du bist ein Lehrer, von Gott gekommen; denn niemand kann die Zeichen tun, die du tust, wenn nicht Gott mit ihm ist. Jesus antwortete ihm: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht von oben geboren wird, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus entgegnete ihm: Wie kann ein Mensch, der schon alt ist, geboren werden? Kann er etwa in den Schoß seiner Mutter zurückkehren und noch einmal geboren werden?

 

Jesus antwortete: Amen, amen, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus dem Wasser und dem Geist geboren wird, kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch; was aber aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. Wundere dich nicht, dass ich dir sagte: Ihr müsst von oben geboren werden. Der Wind weht, wo er will; du hörst sein Brausen, weißt aber nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist es mit jedem, der aus dem Geist geboren ist.

 

Nikodemus erwiderte ihm: Wie kann das geschehen? Jesus antwortete: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht? Amen, amen, ich sage dir: Was wir wissen, davon reden wir, und was wir gesehen haben, das bezeugen wir und doch nehmt ihr unser Zeugnis nicht an. Wenn ich zu euch über irdische Dinge gesprochen habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich zu euch über himmlische Dinge spreche?

 

Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen außer dem, der vom Himmel herabgestiegen ist: der Menschensohn. Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der glaubt, in ihm ewiges Leben hat. Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

 

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat. Denn darin besteht das Gericht: Das Licht kam in die Welt, doch die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Taten nicht aufgedeckt werden. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Taten in Gott vollbracht sind.

 

Darauf kam Jesus mit seinen Jüngern nach Judäa. Dort hielt er sich mit ihnen auf und taufte. Aber auch Johannes taufte damals, und zwar in Änon bei Salim, weil dort viel Wasser war; und die Leute kamen und ließen sich taufen. Johannes war nämlich noch nicht ins Gefängnis geworfen worden. Da kam es zwischen den Jüngern des Johannes und einem Juden zum Streit über die Frage der Reinigung. Sie kamen zu Johannes und sagten zu ihm: Rabbi, der Mann, der auf der anderen Seite des Jordan bei dir war und für den du Zeugnis abgelegt hast, der tauft jetzt und alle kommen zu ihm.

 

Johannes antwortete: Kein Mensch kann etwas nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Ihr selbst seid meine Zeugen, dass ich gesagt habe: Ich bin nicht der Christus, sondern nur vor ihm hergesandt. Wer die Braut hat, ist der Bräutigam; der Freund des Bräutigams aber, der dabeisteht und ihn hört, ist voller Freude über die Stimme des Bräutigams. Diese Freude hat sich nun bei mir vollendet.

 

Er muss wachsen, ich aber geringer werden. Er, der von oben kommt, steht über allen; wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen. Was er gesehen und gehört hat, bezeugt er, doch niemand nimmt sein Zeugnis an. Wer sein Zeugnis annimmt, hat besiegelt, dass Gott wahrhaftig ist.

 

Denn der, den Gott gesandt hat, spricht die Worte Gottes; denn ohne Maß gibt er den Geist. Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand gegeben. Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern Gottes Zorn bleibt auf ihm.

 

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Gebet:  

 

Komm, lass diese Nacht nicht enden, in der wir einen Anfang sehn,
lass in uns sie weiterleben und in den Tagen weitergehn,
dass die Worte, die gesprochen, mehr als leere Worte sind,
dass der Weg, der hier begonnen, nicht im Sand verläuft.

 

Komm, lass diese Nacht nicht enden, in der wir einen Anfang sehn,
lass in uns sie weiterleben und in den Tagen weitergehn,
dass die Träne, die vergossen, nicht umsonst herunterrinnt,
dass die Kraft, die hier gefunden,  nicht im Keim erstickt.

 

 

Komm, lass diese Nacht nicht enden, in der wir einen Anfang sehn,
lass in uns sie weiterleben und in den Tagen weitergehn,
dass das Lied, das hier gesungen, auf den Straßen weiterklingt,
dass die Hoffnung, die geboren, morgen größer wird.

 

Amen

 

                                                                                                                                 

     Hans-Jürgen Netz, Textdichter

 

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                Was ist das Wort Christi ohne sichtbares Beispiel?

                                                 

                                                   Fjodor Michailowitsch Dostojewski in „Die Brüder Karamasow“